Medikamente mit dem Wirktoff Metoclopramid werden im Allgemeinen bei starker Übelkeit und Erbrechen verschrieben. MCP ist ohne Rezept nicht erhältlich und kann somit nicht ohne ärztliche Verschreibung gekauft werden.

MCP Tropfen – Wirkung und Einnahmedauer

rezept

Die sogenannten MCP Tropfen sind in Deutschland rezeptpflichtig.


MCP Tropfen wirken aufgrund des Inhaltsstoffes Metoclopramid. Das Arzneimittel wirkt somit gegen Übelkeit und bewirkt darüber hinaus eine Magenentleerung aber auch die Entleerung des Dünndarms. In der Regel ist das Arzneimittel nicht ohne Rezept zu bekommen, bedarf einer ärztlichen Voruntersuchung und wird dementsprechend der notwendigen Dosierung verordnet.

Das Präparat findet daher Anwendung bei schwerer Übelkeit, Reiseübelkeit, Erbrechen und Störungen im oberen Magen- und Darmtrakt. Im Allgemeinen wird MCP für eine kurzfristige Behandlung verschrieben. MCP stellt seine Wirkung bei sogenannten Motilitätsstörungen frei. Dies sind Bewegungsstörungen oberen Bereich des Magen-Darm Bereichs. Über die Beschwerden von Übelkeit und Brechreiz hinaus wird MCP bei Nebensymptomen von Migräne und Arzneimittelunverträglichkeiten verschrieben. Weiterhin erhalten auch Patienten mit einer diabetischen Gastroparese, einer Muskelschwäche vom Magen, die Diabetiker betrifft, MCP. Je nachdem, wofür es verschrieben wird, kann es bei einer längeren Einnahme zu Menstruationsstörungen der Frau und bei Männern zu einer Vergrößerung der Brustdrüsen, einer Gynäkomastie kommen. Nach dem Absetzen des Medikaments bilden sich diese Nebenwirkungen wieder zurück.

Schwangerschaft und Stillzeit während der MCP Tropfen Einnahme

schwangerschaft

Von einer Therapie mit MCP Tropfen während der Schwangerschaft oder Stillzeit wird abgeraten,. (Alkohol enthalten)

Das Medikament enthält Alkohol und ist schon daher nicht für die Schwangerschaft und die Stillzeit geeignet. Des Weiteren ist aufgrund bisher fehlender Ergebnisse eine Einnahme von MCP im ersten Drittel der Schwangerschaft nicht angeraten, und sollte im zweiten sowie letzten Drittel nur auf die ärztliche Verordnung des Arztes angewendet werden. Auch für die Stillzeit liegen bis heute keine gesicherten Auswertungen vor. Daher wird angeraten, das Präparat nicht in der Stillzeit einzunehmen und innerhalb der Schwangerschaft und Stillzeit auf andere Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen auszuweichen.

Gelegentliche und seltene Nebenwirkungen sind dennoch beachten

beipackzettel

Die Einnahme von MCP Tropfen kann wie die meisten Medikamente zu diversen Nebenwirkungen führen. Hier sollte vorher mit dem Arzt gesprochen werden und der Beipackzettel

Patienten beobachten gelegentlich einen Hautausschlag, der nach Ende der Behandlung meist wieder von allein zurückgeht. Bei der Anwendung von MCP kann es in seltenen Fällen zu vorübergehender Atemnot mit blauer Verfärbung kommen. Besonders bei Kindern kann es zu Krämpfen im Hals-, Kopf- und Schulterbereich in Kombination mit einer Blickstarre sowie einer Verkrampfung der Kau- bzw. Gesichtsmuskulatur kommen. Auch starker Blutdruckabfall ist möglich. Aufgrund dieser Symptome sollten Patienten das Medikament nicht ohne ärztliches Rezept kaufen, da die Wirkung nicht unterschätzt werden darf. Selbst bei den seltenen Nebenwirkungen muss sofort ärztliche Hilfe hinzugezogen bzw. der Notarzt gerufen werden. Weiterhin kann es zu Parkinson ähnlichen Symptomen kommen, die eine Muskelsteifheit, Körperzittern und Bewegungshemmung hervorrufen. Jeder Patient sollte sich auch bei der Verschreibung vom Arzt mit den gegebenen Informationen auf dem Beipackzettel vertraut machen und eventuelle Gegenanzeigen oder Fragen vor Beginn der Behandlung mit dem Arzt besprechen.

Überdosierung, Vergessen einer Einnahme oder Abbruch der Behandlung von MCP Tropfen

Bei einer ungewollten Überdosierung von Metoclopramid kann es zu akuter Schläfrigkeit, Unruhe und Steigerung der Unruhe, aber auch Verwirrtheit, Reizbarkeit und Störungen im natürlichen Bewegungsablauf kommen. Auch Störungen im Herz-Kreislauf-System mit einem verlangsamten Herzschlag und einem starken Blutdruckanstieg sind möglich. Bei einer Überdosierung muss sofort der Arzt verständigt werden.
Beim Auslassen einer Einnahme innerhalb des Behandlungszeitraumes sollte die nächste Einnahme nicht verdoppelt werden. Insofern werden die nachfolgenden Einnahmen ganz normal weiter eingenommen. Die Behandlung sollte nur auf Anraten des Arztes oder bei der Beobachtung von akuten Nebenwirkungen abgebrochen werden. Bei einem grundlosen Abbruch der Behandlung können sich die Symptome wieder verschlechtern. Auch der Wechsel zu den MCP Kapseln sollte nur nach Absprache mit dem Arzt erfolgen.

Gegenanzeigen

Für Kinder unter 14 Jahren ist das Arzneimittel nicht geeignet. MCP Tropfen enthalten Alkohol und sollten nicht bei Blutungen im Magen-Darm Bereich bzw. einem Darmdurchbruch eingenommen werden. Darüber liegt bei Epilepsie sowie extrapyramidalmotorischen Störungen, Bewegungsstörungen eine Gegenanzeige vor. Menschen, die Medikamente zur Behandlung von Depressionen einnehmen, sollten das Präparat nicht gleichzeitig einnehmen. Auch bei Tumoren, die die Hormone Adrenalin und Prolaktin produzieren, ist eine Gegenanzeige vorhanden. Auch bei vorhandenen Tumoren des Nebennierenmarks dürfen MCP Tropfen nicht angewendet werden. Der Wirkstoff Metoclopramid kann Wechselwirkungen mit Psychopharmaka, aber auch die Nebenwirkungen von Beruhigungs- und Schlafmittel verstärken bzw. beschleunigen.
Bei Patienten, die eine Leberfunktionsstörung, aber auch unter einer eingeschränkten Nierenfunktion leiden, muss die Dosierung durch den Arzt angepasst werden. Des Weiteren sollte sich jeder Patient immer über weitere Gegenanzeigen oder Wechselwirkungen auf dem Beipackzettel gründlich informieren.

Vor der Einnahme Überempfindlichkeiten beachten
Patienten, die unter Überempfindlichkeiten gegenüber Metoclopramid oder einem der anderen Inhaltsstoffe leiden, dürfen MCP Präparate nicht einnehmen. In diesem Falle muss ein Ausweichmedikament vom Arzt gefunden werden. Zu den weiteren Inhaltsstoffen gehören Sorbitol und Parabene, hierbei im Besondern E216 und E 218.

Eingeschränkte Verkehrstüchtigkeit
Während des Behandlungszeitraumes mit MCP kann es zu einem verzögerten Reaktionsvermögen kommen, sodass die Teilnahme am Straßenverkehr, insbesondere das Autofahren, aber auch das Bedienen von Maschinen kann, beeinträchtigt sein. Besonders verstärkt werden kann diese Beeinträchtigung durch Alkohol oder die weitere Einnahme von Beruhigungsmitteln.